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 Mitglied im Pomologen Verein e.V.
Geschäftsführerin: Monika Lambert-Debong Kulturzentrum Bettinger Mühle Hüttersdorfer Straße 29, 66839 Schmelz
Telefon 06887 / 90 32 99 9, Telefax 06887 / 90 32 99 8 E-Mail: saarland-pfalz@gartenbauvereine.de Internet: www.gartenbauvereine.de
Der Verband der Gartenbauvereine, der sich der Erhaltung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen widmet, setzt sich seit einigen Jahren verstärkt für die Erhaltung alter Obstorten ein. Ein eigens zu diesem Zweck gegründeter Arbeitskreis hat 1999 seine Arbeit aufgenommen.
Mitglieder des Arbeitskreises sind die Fachberater für Obst- und Gartenbau Harry Lavall, Landkreis Saarpfalz, Karl-Heinz Schmitt, Landkreis Merzig-Wadern und Robert Weber, Stadtverband
Saarbrücken. Weitere Mitglieder sind Josef Jacoby, Obstbau und Obstbauberatung in Mettlach-Tünsdorf, Hans-Thomas Bosch, Pomologe (Obstsortenkundler) sowie Monika Lambert-Debong,
Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine.
Das Sortenerhaltungskonzept des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz e.V. beinhaltet neben vielen weiteren Maßnahmen und Projekten, jedes Jahr die Auslobung einer Obstsorte als
„Streuobstsorte des Jahres“.
Streuobstsorte des Jahres 2007: „Harberts Renette“
Das zuständige Gremium des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz e.V., der Arbeitskreis „Obstsorten“, hat den Tafel- und Wirtschaftsapfel ´Harberts Renette`
zur Streuobstsorte des Jahres 2007 für das Verbandgebiet benannt.
´Harberts Renette` ist auch unter den Namen ´Goldrenette` bekannt. Die Herkunft ist ungewiss. Beschrieben wurde die Sorte bereits um 1828, um 1830 wurde sie von
Westfalen aus durch Landpfennigmeister Harbert verbreitet.
Die Bäume sind sehr starkwüchsig und bilden mächtige, kugelige Kronen. Der Ertrag setzt dadurch später ein, ist dann aber mittelhoch bis hoch. Die
Sorte neigt zur Alternanz. Die Blüte der ´Harberts Renette` ist lang anhaltend und unempfindlich. Die Sorte ist breit anbaufähig, hat nur geringe Ansprüche an Witterungs- und Bodenverhältnisse und ist
gegenüber Schaderregern robust. Nasse und tonige Standorte sollten vermieden werden, da dies die Anfälligkeit der Sorte für Stippe verstärkt. Ein Anbau in kühleren Höhenlagen ist möglich.
Die Früchte sind Anfang Oktober pflückreif und bis in den Januar genussreif. Die mittelgroßen, weiß-gelben, sonnenseits rötlich gelb bis zart orangerot gestreiften
Früchte sind stippeanfällig. Die Schale ist leicht berostet und fest. Das schmackhafte Fruchtfleisch ist mittelfest, saftig, feinaromatisch und süßsäuerlich abgerundet. ´Harberts Renette` ist für den
Frischverzehr geeignet, kann aber auch zu Mus und Saft verarbeitet oder als Backapfel verwendet werden.
Der starke Wuchs, die insgesamt gute Robustheit, sowie die unempfindliche Blüte, lassen die Sorte vorwiegend für den Streuobstanbau geeignet erscheinen.
Die Sorte ´Harberts Renette` ist in vielen guten Obstbaumschulen erhältlich.
Quelle: Gerhard Friedrich/Herbert Petzold, Handbuch der Obstsorten; Walter Hartmann, Farbatlas Alte Obstsorten; Franz Mühl, Alte und neue Apfelsorten
Die Streuobstsorten als PDF-Datei:
2007 “Harberts Renette” 194 kb 2006 “Doppelte Phillipsbirne” 132 kb 2005 “Metzer Mirabelle” 121 kb 2004 “Gelber Edelapfel” 130 kb 2003 “Gute Graue” 127 kb 2002 “Roter Bellefleur” 125 kb 2001 “Großer Rheinischer Bohnapfel” 126 kb 2000 “Rote Sternrenette” 124 kb
Mehr Infos unter www.gartenbauvereine.de
Weitere Aktivitäten: Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V.
Landesgruppe Hessen Landesgruppe Rheinland-Pfalz LG Rh-Pf, Pflanzaktion Landesgruppe Sachsen Anhalt Landesgruppe Westfalen
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