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Erneute Saatgutrechtsreform der Europäischen Union

29.4.13/hjb | Die öffentliche Diskussion dreht sich im Moment um die erneute Saatgutrechtsreform ab 2013, die von der EU gerade initiert wird und bei der alle Regelungen – aufgrund der Erfahrungen der letzten fünf Jahre – wieder neu aufgerollt werden sollen. Hier gibt es die Befürchtung, dass das in den letzten Jahren (zumindest für das Obst) Erreichte wieder relativiert wird, bzw. dass die bisher in Deutschland erreichten Regelungen zurück geschraubt werden. Die Situation beim Obst sieht im Moment (mit der alten EU-RL und der nationalen Umsetzung 2012/13, bei der wir lange mit dem BMELV verhandelt haben) eigentlich sehr gut aus.

Nach der erneuten Saatgutrechtsreform soll es keine nationalen Umsetzungen mehr geben, sondern alle Regelungen sollen einheitlich für alle EU-Staaten gelten. Alle neuen EU-Pläne liegen bisher nur als Vorüberlegungen in englischer Sprache vor. Im Mai soll der erste offizielle Entwurf erscheinen, hoffentlich dann auch in deutscher Übersetzung.

Der Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt ruft gemeinsam mit der Kampagne für Saatgutsouveränität in einer Petition die EU-Kommission, das Parlament und den Ministerrat auf, jede Saatgutrechtsreform zurückzuweisen, die die Forderungen von Verbrauchern, Gärtnern und Obstanbauern nicht berücksichtigt:

» https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie