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Hermelin und Mauswiesel helfen bei der Bekämpfung von Wühlmäusen

Abgenagte Wurzeln eines mehrjährigen Obstbaumes

Abgenagte Wurzeln eines mehrjährigen Obstbaumes

BUND-Nistkasten für Hermelin und Mauswiesel

BUND-Nistkasten für Hermelin und Mauswiesel

In Reisighaufen eingebauter Nistkasten

In Reisighaufen eingebauter Nistkasten

Hermelin mit gefangener Wühlmaus

Hermelin mit gefangener Wühlmaus

Lemgo, 25. Februar 2014

Die Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat seit mehr als 20 Jahren Erfahrungen mit der Anlage und Betreuung von Streuobstwiesen. Ein großes Problem sind dabei Wühlmäuse, die gerne die Wurzeln von Obstbäumen abnagen. Selbst mehrjährige Bäume sind vor ihnen nicht sicher. Im hohen Gras der Obstwiesen fühlen sich die Wühlmäuse besonders wohl, weil sie dort vor Feinden besser geschützt sind. Durch Beweidung werden sie vergrämt und wandern ab, weil sie offensichtlich das Getrappel der Tiere und das ständige Eindrücken ihrer Gänge stört. Aber eine ganzjährige Beweidung ist kaum möglich.

Durch den Klimawandel und die milderen Winter nimmt die Überlebensrate der Wühlmäuse und damit der Schaden an Bäumen zu. Beim BUND Lemgo setzt man nun verstärkt auf die Förderung der natürlichen Feinde wie Hermelin und Mauswiesel. Besonders das kleinere Mauswiesel gilt als hervorragender Jäger von Wühlmäusen, weil es ihnen auch in den schmalen Gängen nachjagen kann. Mauswiesel und Hermelin brauchen aber auch genügend Unter­schlupf­möglichkeiten in Hecken, Holz-, Stein- und Reisighaufen. Hier setzt jetzt ein Projekt des BUND Lemgo an. Man hat Nistkästen konzipiert, die Hermelin und Mauswiesel einen sicheren und trockenen Schutz bieten. Sie werden in Stein-, Holz- oder Reisighaufen eingebaut. Hergestellt werden sie von der Begatalwerkstatt in Lippe, einer Behinderten­einrichtung der Lebenshilfe.

Die BUND-Aktiven warnen ausdrücklich vor Gifteinsatz zur Bekämpfung von Wühlmäusen. Damit gefährdet man zugleich die natürlichen Feinde wie Eulen, Hermelin und Mauswiesel. Die vergifteten Wühlmäuse sind leichter zu fangen, und wenn die Alttiere die Wühlmäuse fressen, sterben sie selbst und auch der Nachwuchs, der elend verhungert. Im nächsten Jahr wandern dann Wühlmäuse aus den Nachbarrevieren ein. Aufgrund ihrer hohen Vermehrungsrate wird das Problem nun größer, weil die Population der Jäger länger braucht, um sich im Bestand zu erholen.

Mehr Informationen zur Förderung von Hermelin und Mauswiesel und zum Bezug der Nisthilfen gibt es auf den Internetseite des BUND Lemgo unter

www.bund-lemgo.de/Mauswiesel_und_Hermelin.html

Willi Hennebrüder
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Lemgo