Bereits im vergangenen Jahr baten wir um Ihre Mithilfe bei der Suche nach seltenen Pflaumensorten. Für die zahlreichen Hinweise bedanken wir uns ganz herzlich.
In diesem Jahr wird das Projekt auf weitere Steinobstarten ausgeweitet: Wir bitten um Meldungen alter Aprikosen-, Pfirsich- und Pflaumensorten (Mirabellen, Reineclauden, Rund- und Ovalpflaumen sowie Zwetschgen).
Aprikosen- und Pfirsichbäume sind im Vergleich zu den anderen Obstarten in Gärten und der Landschaft nur selten anzutreffen und erreichen oft kein hohes Alter. Die Gefahr, dass alte und nur regional verbreitete Sorten aussterben, ist daher bei diesen Arten sehr groß.
Besondere Sorten dieser Arten kommen oftmals nur vereinzelt auf Streuobstwiesen vor. Wertvolle alte Sorten befinden sich zudem häufig in nicht öffentlich zugänglichen Privatgärten. Dadurch sind sie schwierig aufzufinden.
Im Rahmen eines vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderten Projekts sucht das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee nach historisch beschriebenen Aprikosen-, Pfirsich- und Pflaumensorten. Die Erfassung und Sortenbestimmung werden durch die auf Steinobst spezialisierte Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann durchgeführt.
Wie im vergangenen Jahr werden auch Landsorten und Primitivpflaumen, z. B. Spillinge und Kriechen, gesucht. Diese wachsen meist wurzelecht, also unveredelt und bilden durch Wurzelsprosse oft ganze Gebüsche. Manche dieser Sorten sind bereits seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Bäume besonderer Aprikosen-, Pfirsich- oder Pflaumensorten kennen, auch wenn ihre Sortennamen nicht bekannt sind.
Nicht gesucht werden moderne Züchtungen (z. B. die Pflaumensorten Hanita, Elena), Kirschpflaumen, auch Myrobalanen genannt, sowie Standardsorten wie z. B. Hauszwetschge, Bühler bzw. Wangenheims Frühzwetschge und Nancy-Mirabelle.
Kontakt: Dr. Annette Braun-Lüllemann
Tel. 036081 60589
E-Mail: braun-luellemann(at)t-online.de
Herzlichen Dank!

