Der Deutsche Naturschutztag (DNT) ist der zentrale Bundeskongress für Fachleute aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Er wird alle zwei Jahre vom Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN) in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und dem jeweiligen Bundesland veranstaltet.
Im Fokus stehen die Vernetzung und der Wissenstransfer zwischen Verbänden, Behörden und Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, aktuelle Standards zu setzen, die Gesetzgebung fachlich zu begleiten und die Öffentlichkeit für Naturschutzthemen zu sensibilisieren. Begleitend zum Programm fand 2026 eine zweitägige Fachausstellung statt, an der der Pomologen-Verein e.V. in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Stand teilnahm.
Der Stand des Pomologen-Vereins präsentierte sich hierbei als wahrer Magnet für die Sinne. Eine Ausstellung von zwanzig verschiedenen Apfelsorten, die frisch aus dem Kühllager des Instituts in Müncheberg stammten, erfüllte die Luft mit einem angenehmen Duft.
Besonderes Augenmerk galt der Kooperation mit Miklas Staiger von der Firma „Kunst am Baum“. Seine kunstvoll gestalteten Sortenschilder sowie das von ihm entwickelte Obstsortenquartett dienten dabei als echter Blickfang und lockten zahlreiche Interessierte an.
Ein kulinarisches Highlight waren die zwei Bistrotische, an denen die Besucher in die Welt der Trockenfrüchte eintauchen konnten. Zur Auswahl standen acht Apfelsorten und sieben Birnensorten.
Die Gäste waren dazu eingeladen, ihren Favoriten zu küren, indem sie auf einer Liste Striche für die schmackhafteste Sorte vergaben. Vielen fiel die Wahl angesichts der hohen Qualität sichtlich schwer, weshalb nicht selten mehrere Favoriten markiert wurden. Ein Besucher hielt das Erlebnis treffend auf dem Stimmzettel fest: „Schmecken unterschiedlich und das ist toll!“
Das Ergebnis der Auszählung war das folgende:
Unter den Birnensorten war die „Große Bergamotte“ AN (Arbeitsname*) die am besten bewertete Sorte. Sie zeichnet sich durch ein eher säuerliches Aroma aus, gilt jedoch als vom Aussterben bedroht. Dicht gefolgt wurde sie von der deutlich süßeren Münsterbirne (in gedörrter Form), die nur vier Stimmen weniger erhielt. Ebenfalls auf große Zustimmung stieß Gellerts Butterbirne.
Die Favoriten unter den Dörräpfeln waren der Berlepsch und die Ananasrenette. Beide überzeugen durch ein stimmiges Verhältnis von Säure und Aroma. Im Gegensatz dazu schnitten süße Sorten wie Jonagold und Elstar weniger gut ab, was zeigt, dass eine gewisse Säurebasis für hochwertige Trockenfrüchte essenziell ist.



