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Oberdieck-Preis 2014 an Jan Bade

Verleihung 2014 (v. links:) Stadtverordnetenvorsteher Meik Gerhold, Laudator Dr. Norbert Clement, Vorsitzende Sabine Fortak, Preisträger Jan Bade, Steinmetz Uwe Bächt, Veranstalterin Stadt Naumburg Claudia Thöne (Foto: PA Stadt Naumburg)
Verleihung 2014
v. links: Stadtverordnetenvorsteher Meik Gerhold, Laudator Dr. Norbert Clement, Vorsitzende Sabine Fortak, Preisträger Jan Bade, Steinmetz Uwe Bächt, Veranstalterin Stadt Naumburg Claudia Thöne
(Foto: PA Stadt Naumburg)

Am 1. November 2014 wurde in Naumburg der Oberdieck-Preis an Jan Bade vergeben, diesmal eine Auszeichnung der besonderen Art. Jan Bade ist nicht nur einer der Hauptorganisatoren des Obstsorten-Erhalternetzwerks im Pomologen-Verein, er ist auch schlichtweg der aktive Birnen­experte in der deutschen Pomologen­land­schaft. Jan Bade half dieser „vernachlässigten Frucht“, die am Birnengitterrost dahinsiechend ein Mauer­blümchen-Dasein am Rande der pomolo­gischen Aufmerksamkeit führte, wieder zu neuem Leben, zur Beachtung und Wertschätzung, wie sie es eigentlich verdient.

In normalen Baumschulen erhält man nur um die 20 Birnensorten. Jan Bade schaffte es, durch intensive Recherche und Vermittlung die Anzahl der Birnensorten, die im Obstsorten-Erhalternetzwerk aufgepflanzt und später bei Erreichen der Fruchtbarkeit geprüft werden, auf Hunderte zu erhöhen. Bei der Gründung, dem Aufbau und der Pflege des Obstsorten-Erhalternetzwerks war und ist er entscheidend beteiligt und gerade hier zeigt sich seine Stärke, die Fähigkeit zur engen und effektiven Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten.

Auch im Bereich der Obstbaumpflege ist Jan Bade neue Wege gegangen. In der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft der Kommune Niederkaufungen baute er die Ausbildung zum/zur „Obstgehölzpfleger/in“ auf, die bundesweit Interessierte anzieht und beispielgebend die Obstgehölzpflege ganzheitlich lehrt.

So war es längst überfällig, dass Jan Bade den Oberdieck-Preis erhält, und es bleibt ihm noch zu wünschen, dass er weiterhin zum Wohle der alten Sorten und des Obstbaus wirken kann.

Norbert Clement