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Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg

Artikel in Schleswig-Holsteinischer Landeszeitung vom 20.09.2019

Neues Leben für alte Apfelsorten

Von Horst Becker

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Landesgruppe Niedersachsen trifft Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg im Boomgarden Helmste

Exkursion Boomgarden Helmste
 

Exkursion Boomgarden Helmste
 

Exkursion Boomgarden Helmste
 

Exkursion Boomgarden Helmste: Hagelschaden der Blätter
Hagelschaden der Blätter

Exkursion Boomgarden Helmste
 

Am Sonntag, den 16.06.2019 fanden sich ca. 40 Personen um 13:30 Uhr im „Boomgarden Park Helmste“, eine halbe Autostunde südlich von Hamburg ein. Eingeladen hatten die Pomologen-Verein-Landesgruppen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein / Hamburg.

Der Gastgeber war Eckhard Brandt, der an diesem Tag auch Besucher aus der Loki Schmidt Stiftung begrüßen durfte.

Das Boomgarden Projekt wurde auf einem ehe­maligen Mais­feld mit Geestboden an der Stader Straße in Helmste 2012 von Judith Bernhard, Eckhard Brandt und Mitstreitern angelegt. Der Boomgarden gehört zum Erhalter­netzwerk des Pomologen-Vereins. Hier stehen auf ca. 3 ha mehrere hundert Obstbäume auf Hoch- und Halbstämmen. Neben Äpfeln und Birnen gibt es auch Kirschen, Pflaumen und weiteres Beeren­obst zu sehen.

Zu Beginn der Führung wurden Themen wie Pflanzung, Frostschutz und Wühl­maus­schutz, besprochen. Eckhard Brandt betonte, wie wichtig es sei, schon bei der Pflanzung sorg­fältig zu sein. Die Pflanz­höhe, Beschaffenheit der Pflanz­grube und der Umgebung, das sach­gerechte Anbringen des Pflanz­pfahls bestimmen die Entwicklung des Jung­baums mit. Außer Gründung durch Schnitt werde die Wiese nicht gedüngt.

Über Unter­lagen und deren Einfluss auf den Obstbaum wurde gesprochen. Hier wurden insbesondere schwach­wüchsige Quitten­unterlage für Birne sowie die relativ neue Unter­lage Pyrodwarf mit den Teilnehmern diskutiert. Bei den Kirschen wurde insbesondere der Virus Little Cherry 1 / 2 diskutiert, wobei im Alten Land eher 2 vorliege. Bei den alten Kirsch­sorten des alten Landes hob Eckhard Brandt insbesondere die Königs­spitze und die Bittere Blanke hervor. Auf den kommer­ziellen Anbau bezogen wurde diskutiert, dass 1 ha Kirschen zu über­dachen ca. 100.000 € koste, mindestens 28 mm Durch­messer für eine Speise­kirsche sind heute Markt­anforderung. Die kommer­zielle Kirsch­unterlage Kirschen auf Gisela 5 und deren Sorten­verträglich­keit wurden ange­sprochen. Hagel­schaden der Blätter – besonders bei den Kirschen konnte beobachtet werden (siehe Bild: Hagelschaden der Blätter).

Zum Thema Sorten­erkennung im Sommer wurden einige Sorten betrachtet, u.a. Maren Nissen und der Altländer Glocken­apfel. Hier bestand rasch Einigkeit, dass dies vor der Reifezeit nur einge­schränkt anhand der Früchte möglich sei.

Eckard Brandt wurde eingehend zum Thema Obst­baum­schnitt befragt. Er favorisiere die Öschberg Richtung, wobei Sorgfalt wichtig sei, ein Schnell­schnitt räche sich immer, insbesondere zu flach abgehende Äste bilden dann rasch Wasser­schosser. Gegen die sorten­immanente Kronen­­formung könne man sowieso nicht an, so gebe es sorten­spezifische Wuchs­formen. Hierüber bestand rasch Einigkeit.

Zum Abschluss wurden Termine wie die Nord­deutschen Apfel­tage in Hamburg, die dieses Jahr am 21. Und 22. September im Botanischen Garten Klein Flottbek statt­finden wurden, angekündigt. Weitere landes­gruppen­spezifische Themen wurden in Anbetracht des Wetters und der vorgerückten Zeit nicht mehr betrachtet. Nächster Tag der offenen Tür im Boomgarden ist der 16.09.2019.

Vielen Dank Eckard Brandt für die Gast­freund­schaft und die großartige Führung!


Landesgruppentreffen 2019 in Rendsburg

Landesgruppentreffen 2019 in Rendsburg

Termine

Alle Mitglieder werden gebeten, die Termine für eigene Veranstaltungen frühzeitig an die Landesgruppensprecher zur Veröffentlichung innerhalb der Landesgruppe und unter pomologen-verein.de weiter zu leiten.


Sparda Award für das Projekt UrbanPom

Sparda Bank Award

Die Sparda Bank Hamburg hat das Projekt UrbanPom mit dem Sparda Award ausgezeichnet.

Wir haben den 1. Platz für unser Engagement im Umweltschutz bekommen. Dazu steht ein kurzer Filmbeitrag auf:

» YouTube (1:36 min)


Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek (Kreis Steinburg, zwischen Itzehoe und Kellinghusen)

Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek
 
Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek
 
Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek
 
Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek
 

Unsere Mitglieder Heinz-Ulrich Schimkat und Cordelia Triebstein haben uns am Samstag, den 13. Oktober 2018 ab 14:00 Uhr auf ihre Streuobst­wiese in Mühlenbarbek eingeladen.

Es handelt sich um eine junge Streuobstwiese, die die Beiden seit 2015 anlegen. Zur Zeit hat die Streuobstwiese rund 160 Bäume und dazu noch diverse Sträucher. Im Bestand sind überwiegend alte Sorten von Apfel, Birne, Quitte, Kirsche, Pflaume, Zwetschge, Eberesche, Walnuss, Haselnuss, Holunder, Johannisbeere, Kirschpflaume, Kornelkirsche, Wildapfel, Wildbirne, Hagebutte und Bauernschlehe, sowie zahlreiche Wildsträucher.

Heinz-Ulrich Schimkat erläutert bei einem Rundgang das Konzept der Bepflanzung und die Rahmen­bedingungen wie die Herstellung eines wildsicheren Einschlages.

Für den Bepflanzungsplan haben die Beiden Boden­proben nehmen lassen, die richtigen Abstände zwischen den Obstbäumen und zum Wald ermittelt, Fahrgassen und viele weitere Faktoren berücksichtigt.

Wir erörtern die fachgerechte Pflanzung mit Wühlmaus- und Wildschutz, Maßnahmen zur Boden­verbesserung, Pflanzschnitt, Pflanzhöhe justieren, Gießring, Eingießen, Stützpfähle, Baumanstrich. Dazu Aspekte der Wiesenpflege, jährlicher Baumschnitt, Ausdünnen von Obst in den ersten Standjahren, Spreizen, Baumbänder kontrollieren, Scheuerstellen vermeiden, Wundverschluss, Baumscheiben pflegen, Bewässern und Düngen.

Ferner werden Artenschutz­maßnahmen für Bestäuber und Nützlinge vorgestellt, die Krank­heiten und Schädlinge in Schach halten sollen. Auch sind bereits jetzt zahlreiche seltene Tiere regelmäßig zu Gast auf der Wiese.

Das Konzept für die zukünftige Obst­vermarktung wird kurz vorgestellt.

Insbesondere die bislang durchgeführten und zukünftig erforderlichen Schnitt­maßnahmen werden von den Anwesenden lebhaft diskutiert.

Bei bestem Wetter und guter Laune haben wir uns im Anschluss dem Kaffee, Kuchen und einer kleinen Apfel­verkostung gewidmet – und bei den angeregten Gesprächen fast die Zeit vergessen.

Exkursion zur Streuobstwiese Mühlenbarbek

Cordelia Triebstein

Exkursionsprotokoll UrbanPom – Obst in städtischen Gärten

09.06.2018, Hamburg – Altona, 11:00 – 14:30 Uhr

Thema: UrbanPom – Obst in städtischen Gärten: Fruchtausdünnung, Schädlingsbekämpfung und Vorüberlegungen zum Sommerschnitt

Agenda:

  1. Zusammentreffen, kleiner Imbiss
  2. Begrüßung
  3. Begutachtung der Obstbäume (Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen) und Sträucher (Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Erdbeere) im urbanen Garten
  4. Topfkultur vs. Bodenpflanzung
  5. Fruchtzustand
  6. Schadbildbestimmung
  7. Positionierung / Pflanzabstände der Pflanzen
  8. Schnitt / Pflegezustand der Obstgehölze
  9. Empfehlungen an die Inhaber der Pflanzen – ggf. Planung des Sommerschnitts
  10. Abschließendes Gespräch mit Themen aus UrbanPom und Europom und Anliegen einzelner Landesgruppenmitglieder
Exkursion UrbanPom
 
Exkursion UrbanPom
 

Die eingesehenen Pflanzungen im urbanen Hausgarten boten reichlich Anlass zur Diskussion von Verbesserungen. So wurde insbesondere der Pflanzabstand, die Pflanzhöhe und das korrekte Anbinden an den Pflanzstab diskutiert. Ferner wurde an Beispielen die Entwicklung von Obstgehölzen im Topf wie auch im Boden diskutiert. Richtige Düngung war hier ein weiteres Thema.

Bei Topfkulturen wurden insbesondere Schäden an Wurzeln begutachtet und diskutiert und Schadbildmuster genommen, um sie Experten im Pomologen-Verein vorzulegen. Eine abschließende Beurteilung konnte noch nicht vorgenommen werden.

Das Problem der Topfkultur (zu hohe Temperatur der Wurzeln bei direkter Sonnen­einstrahlung) wurde diskutiert, es wurden aber auch kombinierte Anpflanzungen Topf auf Betonplatte vs. Topf auf der / in der kühlenden Erde – plus Möglichkeit der Durch­wurzelung mit Beispielen eingesehen. Hier war ein klarer Vorteil für Pflanzen mit der Möglichkeit der Durch­wurzelung zu sehen.

Die zu erwartenden Schadbilder von Mehltau und Blattschorf wurden gesehen und Empfehlungen ausgesprochen, Probleme bei Birnen (schwarze Knospe) werden im Verein verifiziert.

Bei Parkraumbepflanzung fiel insbesondere der fehlende nutzungsgerechte Schnitt der Pflanzen auf. Der Fruchtbehang wurde gelobt. Offensichtlich gibt es hier kaum Probleme bei der Befruchtung von Pflanzen. Selbst Quitten.

Hier konnten Schnittempfehlungen gegeben werden. Zwei weitere Obstgehölz­pflanzungen im öffentlichen Raum wurden begangen. Hier konnte der Schnittzustand gelobt werden. Bei einer Topfbepflanzung im öffentlichen Raum fiel Schnittbedarf und Düngermangel auf.

Abschließend wurden die kommenden Veranstaltungen besprochen und mögliche weitere Exkursionsziele erörtert.

Um 14:30 Uhr konnten die Teilnehmer der Exkursion wieder ihren Heimweg antreten.

Autor: Michael Richter


Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher

Teilnehmer des Obstbaumschnittkursus 2018 in Schinkel
Teilnehmer des Obstbaumschnittkursus 2018 in Schinkel
Ein Teilnehmer erlernt die Technik des Schlankschnittes
Ein Teilnehmer erlernt die Technik des Schlankschnittes

Für zwei Referenten von Obstschnittkursen wurde dieser Ausspruch Einsteins zu einem Leitsatz. Sebastian Dorn und Volker Ciesla wurde während der Planung Ihrer Seminare schnell klar, dass es nach einer sehr gut überlegten Didaktik verlangt, wenn ein Schnittkurs sein Ziel erreichen soll. „Den Obstbaum musst Du so schneiden, dass Du einen Hut durch die Krone werfen kannst !“ ist einer der Merksätze, welche die zwei immer wieder zu hören bekommen. Als Hilfe für das Schneiden der Obstbäume ist dieser Satz jedoch völlig belanglos, sagen die beiden Obstgehölzpfleger. Die zwei Mitglieder des Pomologen-Vereins e.V. sind oftmals regelrecht bestürzt über die vielen pauschalen Aussagen zu dem Thema Obstbaumschnitt. Und als richtig gefährlich und immer wieder zu Miss­verständ­nissen führen solche pauschalen Aussagen wie: „Der Sommerschnitt bremst und der Winter­schnitt regt das Triebwachstum an.“ „Die Qualität der Schnitteingriffe ist viel entscheidender für die Reaktion des Baumes als der Zeitpunkt der Maßnahme“, entgegnet Sebastian Dorn, der eine Ausbildung zum zertifizierten Obstgehölzpfleger des Pomologen-Vereins e.V. abgeschlossen hat. Fachleute der Baumpflege, der Forstwissenschaft und Experten in der Obstgehölzpflege stellen immer wieder heraus, wie kompliziert und vielschichtig der Organismus Baum funktioniert. „Über die physiologischen Vorgänge im Inneren der Obstbäume wissen wir immer noch viel zu wenig. Durch Pauschalaussagen zum Thema passieren doch oft gravierende Fehler. In der Praxis sehe ich oft die Auswirkungen solcher starken Vereinfachung. Manche Obstbäume werden dadurch von Ihren Besitzern zu ‚Patienten‘ geschnitten“, erzählt Volker Ciesla aus seiner Praxis.

Daher erstellten die zwei ein ganz neues Konzept für einen Schnittkurs. 2015 boten sie diesen in Hamburg-Sasel an. Die Reaktionen waren sehr positiv. 2016 und 2017 wurden zwei Kurse in Hamburg und zwei in Schinkel bei Kiel abgehalten. In Hamburg wurde der Praxisteil auf der Streuobstwiese „Appelwisch“ bei Elke und Dieter Nitz (Pomologen-Verein e.V.) durchgeführt. Die Veranstaltungen in Schinkel wurden in der Gärtnerei des Handwerkerhof fecits abgehalten. In diesen Kursen wurde ein grundlegendes Verständnis der Wuchsverhältnisse und der Wachstumsgesetze vermittelt. Die Praxis an den Bäumen wurde dazu genutzt, das Wissen auf die individuellen Baumformen der Obstbäume anzuwenden. Sehr großen Raum nimmt auch immer wieder das Üben des erstens Mittels der Obstgehölzpflege in Anspruch: die Baumansprache ! Die Baumansprache ist die Voraussetzung für ein zielgerichtetes, planvolles und überprüfbares Vorgehen in der Obstbaumpflege. Nach so einem spannenden und intensiven Tag kam es öfter vor, dass so mancher Teilnehmer gleich in den Pomologen-Verein e.V. eingetreten ist. Auch der ermäßigte Teilnahmebeitrag für Mitglieder des Pomologen-Vereins e.V. wurde schon oft in Anspruch genommen.

In diesem Jahr haben die beiden das Seminar auch noch um ein Cateringangebot erweitert. So konnten alle Teilnehmer die zwei Tage des Grundkursus im Februar voll und ganz genießen ! Sebastian Dorn und Volker Ciesla freuen sich schon auf das nächste Seminar in Schinkel am 24. und 25. März 2018.


Fotos von der Mitgliederversammlung am 17. Februar 2018

Mitgliederversammlung des PV Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg im Nordkolleg Rendsburg
Mitgliederversammlung des PV Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg im Nordkolleg Rendsburg
Führung in der Außenanlage des Nordkolleg Rendsburg
Führung in der Außenanlage des Nordkolleg Rendsburg

Artikel im Hamburger Abendblatt vom 07.04.2017

Die alten Apfelsorten kehren zurück

Der bekannte Obstbauexperte Eckart Brandt pflanzte den „Apfel des Jahres 2017“ am Kiekeberg. Er hat eine „leicht holzige Note“.

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UrbanPom – Obstgehölze im öffentlichen Raum

Titel UrbanPom – Obstgehölze im öffentlichen Raum

Die LG Schleswig-Holstein / Hamburg hat dazu eine neue Dokumentation herausgegeben.

UrbanPom

Stichworte: UrbanPom, Urban Gardening, Obstbäume, Obstgehölze, Apfelbäume, Pomologen Verein, Öffentlicher Raum, stadttaugliche Bäume


Sie suchen Fachleute für Obstbaumschnitt, eine Beratung zur Anlage von Obstwiesen, Baumschulen, Referenten oder eine Mosterei, die Saft aus eigenen Früchten presst?

Hier finden Sie eine alphabetische Liste von Mitgliedern der Landesgruppe SH/HH, die sehr gern Dienstleistungen rund um das Thema „Alte Obstsorten“ anbieten.

Liste Dienstleister in Schleswig-Holstein und Hamburg


Obstbaumpflege des Arbeitskreises „Alte Obstwiese“

jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr

Helfer und Interessierte sind willkommen!

Veranstalter: Arbeitskreis Alte Obstwiese
Ort: Kieler Straße 515, 24536 Neumünster

Kontakt:

Peter Wöhlk
Dithmarscher Strasse 3
24539 Neumünster
Tel. 0157 55209963

Bestandsaufnahme der Obstgehölze im öffentlichen Raum in Schleswig-Holstein und Hamburg


Mitgliederversammlung 2017 der Landesgruppe SH/HH

Mitgliederversammlung der Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg am 14.01.2017
Mitgliederversammlung am 14.01.2017

Zur Jahresversammlung der Landesgruppe Schleswig-Holstein / Hamburg am 14. Januar 2017 im Saselhaus in Hamburg trafen sich zahlreiche Mitglieder der Landesgruppe und tauschten sich intensiv u.a. zu folgenden Themen aus:

  • Exkursionen der Landesgruppe (Rückblick und Ausblick)
  • nächste Jahresversammlung 17.02.2018 in Rendsburg
  • Bericht zum Streuobstwiesensterben / Roden der Bäume in NRW, um nicht unter Schutz gestellt zu werden
  • Situation und Stand der Obstsortenmeldungen an den Bund
  • Urban – Pom: Workshop zum Thema „Mehr Obst(bäume) in der Stadt“ erfolgreich gestaltet
  • Terminplanung 2017: Norddeutsche Apfeltage am 23./24.09.2017 im Botanischen Garten Klein Flottbek

Mitgliederversammlung 2016 der Landesgruppe SH/HH

Welche Sorten trägt der alte Baum im Garten? Das beantworten Pomologen beim Bestimmungsseminar auf den Norddeutschen Apfeltagen.
Welche Sorten trägt der alte Baum im Garten? Das beantworten Pomologen beim Bestimmungsseminar auf den Norddeutschen Apfeltagen.
Joachim Reinig auf seiner Apfelwiese
Joachim Reinig auf seiner Apfelwiese

Am 29.01.2016 haben sich Mitglieder der Landesgruppe Schleswig-Holstein/Hamburg im Saselhaus/Hamburg getroffen und eine informative und spannende Mitgliederversammlung erlebt. Vereinsmeierei stand dabei nicht im Vordergrund sondern Austausch und inhaltliche Diskussion.

Die Themen im Einzelnen:

Veröffentlichungen im Stern und Bild der Frau
Im Magazin „Stern“ ist unter dem Namen „Der Apfelkrieg“ am 12.11.2015 ein Artikel veröffentlich worden, indem es um moderne Züchtungen und die „Clubsorten“ geht.

Der Autor, Patrick Schwarz, berichtet auch von den Norddeutschen Apfeltagen 2015 und seiner Teilnahme an dem Aufbau-Workshop Sorten­bestimmung unter Leitung von Jan Bade. Dieses Foto von der großen Sorten­ausstellung auf den Norddeutschen Apfeltagen wird im Sternartikel gezeigt.

Diese öffentliche Wahrnehmung ist für den Pomologen-Verein sehr erfreulich. Einige Mitglieder der Landesgruppe engagieren sich schon seit 16 Jahren und länger für die Norddeutschen Apfeltage!

Auf Grund des Sternartikels hat sich Reporterin Erika Krüger vom Magazin „BILD der FRAU“ bei unserer Landesgruppe gemeldet. Joachim Reinig (Mitglied des Sprecherrats der Landesgruppe SH/HH) hat Frau Krüger auf seine Obstwiese eingeladen. Ihr Artikel, den sie am 17.12.2015 unter dem Namen „Der Zankapfel“ veröffentlichte, strahlt aus, wie viel Freude unsere alten Apfelsorten machen.

Horneburger Pfannkuchen – Apfel des Jahres 2016
Horneburger Pfannkuchen – Apfel des Jahres 2016

Norddeutsche Apfeltage 2016 und EUROPOM 2021
Die Norddeutschen Apfeltage gibt es schon seit dem Jahre 2001 und sie sind sehr wichtig für die öffentliche Wahrnehmung der alten Obstsorten und den Pomologen-Verein. Die Landesgruppe unterstützt auch dieses Jahr die Apfeltage im Loki-Schmidt-Garten Botanischer Garten der Universität Hamburg in Hamburg- Klein Flottbek und freut sich über das Vorhaben, diese im Jahre 2021 mit einer erneuten EUROPOM in Hamburg zu verbinden.

Der Schwerpunkt der Apfeltage 2016 liegt auf dem Thema Apfel & Gesundheit. Hierzu wird es eine Fachtagung am 23.09.2016 geben. Wer bei der Planung mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen: Die nächsten Vorbereitungstreffen der Arbeitsgemeinschaft Norddeutschen Apfeltage 2016 finden am 21.06.2016 und 30.08.2016, jeweils von 14-16 Uhr im Botanischen Garten statt. An Mitarbeit Interessierte wenden sich bitte an Ulrich Kubina, uk(at)apfeltage.de oder Tel. 040 46063992.

Obst im urbanen Raum
Dieses Thema hat zunächst viele Fragen aufgeworfen:

  • Spielt die Pomologie mit all ihren alten Apfelsorten und ihren vielfältigen Geschmacksrichtungen nur auf Obstwiesen eine Rolle, die weit entfernt von den meisten Menschen, die in der Stadt leben, sind?
  • Sind unsere tollen alten Obstarten und -sorten damit für die meisten Mitbürger unerreich- und unprobierbar?
  • Welche Möglichkeiten bieten in diesem Zusammenhang der öffentliche Raum, stadtnahe Flächen, Straßenbegleitbäume und Schrebergärten?
  • Welche Rolle können andere Obstformen (Säulenbäume, Spindeln, Spaliere) außer dem typischen Streuobstwiesenhochstamm dabei spielen?
  • Und welche Rolle fällt dem Pomologen-Verein dabei zu?

Um dieser vielen Fragen gerecht zu werden, haben wir haben beschlossen, zunächst einmal eine Bestandsaufnahme der Obstgehölze im öffentlichen Raum in Schleswig-Holstein und Hamburg zu machen. Dazu rufen wir alle Interessierten auf, mit Hilfe eines Formblattes, diese Bestände zu skizzieren. Das Formblatt kann hier heruntergeladen werden.

Exkursionen 2016
Um sich zu treffen, auszutauschen und gute Beispiele zu betrachten, sind Exkursionen in einem zweimonatlichen Rhythmus geplant. In diesem Rahmen werden kleinere und größere Projekte vorgestellt, die sich mit Obstanbau, Obstverarbeitung, Obstsortenkunde, Obstsortenerhalt, Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz immer im Zusammenhang mit Obst beschäftigen. Die Initiative und die Einladung liegt bei unseren Mitgliedern. Schwerpunkt hierbei ist das gegenseitige Kennenlernen und das Vorstellen der Projekten. Eine aufwändige Verköstigung oder ein nahtloses Programm ist hierbei nicht Voraussetzung.

Die Daten zu diesen Exkursionen finden Sie auf dieser Seite unter „Alle Termine“.

Sebastian Dorn, 15.02.2016


Edgar S. Hasse über die Europom im Hamburger Abendblatt vom 7.10.2013

Frühjahrstreffen der Landesgruppe in Warnsdorf

Frühjahrstreffen der Landesgruppe in Warnsdorf

Zunächst hat Martin Brade über seine im letzten Jahr angelegte Wiese geführt und uns seine Philosophie bei deren Anlage erläutert, wobei schon viel gefachsimpelt und Tipps ausgetauscht wurden. Nach einer Kaffeepause mit leckerem Kuchen und Apfelbrot gab Heinz Egleder einen Überblick zu Lübecks weit zurückreichender Geschichte als Obstbaustadt. Ein Beitrag darüber soll im Jahresheft des Vereins erscheinen und die Recherchen auch auf der Europom im Oktober vorstellt werden.

Mit Auszügen aus seiner entstehenden Dissertation gab Martin uns Denkanstöße über das traditionelle Verständnis von Streuobstwiesen: Welchen (Mehr-)Wert haben Streuobstwiesen für unterschiedliche Akteure und wer sind diese Akteure? Und auf welcher – auch emotionalen – Ebene diese angesprochen werden können, um das Interesse an Streuobstwiesen wieder mehr zu wecken?

Nach dem offiziellen Ende hat Heinz einigen Interessierten seine Wiese am Krummesser Baum gezeigt: In dem Garten für Kinder stehen neben 100 Jahre alten „Lübecker Schätzchen“ auch viele Bäume, die in den letzten 20 Jahren gepflanzt wurden. Die Wiese ist Teil des Erhalternetzwerks des Pomologen-Verein. Zum nächsten Treffen werden auch Familien und Kinder eingeladen – herzlichen Dank für die Vorbereitung an Martin & Meike Brade und Heinz Egleder!

Die nächsten Termine

Sonntag, 20. Oktober 2019 11:00 bis 18:00 Uhr

Wennerstorfer Apfeltag mit Sortenbestimmung

Samstag, 09. November 2019 bis Sonntag, 10. November 2019

Internationales Pomologentreffen (IPT) in Salez, Schweiz

Freitag, 29. November 2019 bis Samstag, 30. November 2019

Symposium des Dachverbandes Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt in Witzenhausen