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Pomologen-Verein e.V.

Frühjahrstagung vom 4. bis 6. Mai 2018 in Naumburg/Hessen

Bericht von der Frühjahrstagung

Frühjahrstagung: Vorstandstreffen

Bei sommerlichem Wetter kamen am ersten Maiwochenende über 50 Mitglieder des Pomologen-Vereins zur Frühjahrstagung in Naumburg zusammen. Die Tagung begann am Freitag­nachmittag mit dem Vorstandstreffen, dem sich abends der Landesgruppenabend anschloss. Bereits hier fanden ein reger Austausch zur Vereinsarbeit sowie Diskussionen über weitere Vorhaben und Projektziele des Vereins statt.

 
Frühjahrstagung: Vorträge

Am Samstag und Sonntag erfuhren die Tagungsteilnehmer in 11 Vorträgen, bei denen sich jeweils bei einer anschlie­ßenden Fragerunde an die Referenten kurze Diskussionen anschlossen, viel Fachkundiges zum Obstbau und zur Obst­gehölz­pflege und zu neuen digitalen Möglich­keiten bei der mobilen Baumkartierung.

Zudem wurden die Teilnehmer zu einzelnen Sachgebieten der Pomologie – z. B. der Überprüfung der Krankheits­anfällig­keiten bei Standart­birnen­sorten – über den neuesten Wissensstand informiert.

 
Frühjahrstagung: Ehrung von Horst Friedrich (2. von links)

Der Samstagabend war geprägt von der Ehrung von Horst Friedrich, der für seinen maßgeblichen Anteil am Aufbau der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern und den langjährigen Einsatz für den Erhalt alter Obstsorten mit der Ehren­mitglied­schaft im Pomologen-Verein geehrt wurde.

 
Frühjahrstagung: Gesellige Runde

Neben den Fachvorträgen gab es in den Pausen sowie abends in geselliger Runde die Möglichkeit zum Austausch und zu weiteren Gesprächen.

Ergänzt wurde die Tagung durch Büchertische mit Fachliteratur, populär­wissen­schaftlichen Titeln zum Obstbau, Gärtnern und der Naturkunde sowie dem Angebot antiquarischer pomologischer Ausgaben.

Frühjahrstagung: Austausch und Gespräche
Frühjahrstagung: Büchertische
 
Frühjahrstagung: Dengeln beim Sensen-Workshop

Die Tagung klang am Sonntag mit einem Sensen-Workshop aus, bei dem man die Grundtechnik des Handmähens mit der Sense sowie das Bearbeiten und Schärfen des Schneide­blatts durch das Dengeln praktisch erlernen konnte, was den Teilnehmern sichtlich Spaß bereitete.

Frühjahrstagung: Praktisches Mähen beim Sensen-Workshop
 
Frühjahrstagung: Die Teilnehmer

Die nächste Zusammenkunft des Pomologen-Vereins ist die Herbsttagung und Mitglieder­versammlung, die vom 31. August bis zum 2. September in Potshausen in Ostfriesland stattfindet.

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Wer kennt sie noch, die alten Sorten?

Göttin Pomona Skulptur im Schlosspark Harbke auf der barocken Nischenwand aus dem Jahr 1745
Göttin Pomona

Fast unmerklich verschwinden seit Jahr­zehnten die Obstbäume aus Gärten und Wiesen unserer Landschaft. Mit ihnen verschwinden viele der alten Sorten, die von unseren Vorfahren genutzt, sorgsam gehütet und vermehrt wurden. Wer kennt noch den Prinzenapfel, die Kirkes Pflaume, die Muskateller Birne oder die Kirsche Königin Hortense?

Mit ihnen sind auch wertvolle Eigenschaften wie z.B. Krankheitsresistenzen unwieder­bringlich verloren. Die Spezialisierung des Handels auf einige wenige Standardsorten beschleunigt den Verlust der genetischen Vielfalt. Dies geht einher mit dem Verschwinden des selbstangebauten Obstes von unserem Speisezettel als eine Folge vereinheitlichter Supermarkt-Früchte.

Obstsorten sind ein lebendiges Kulturerbe, das wir erhalten wollen. Über 20 Jahre Pomologen-Verein e.V. haben sich gelohnt: Unsere Mitglieder konnten viele Sorten erhalten, neue Pflanzungen anlegen und das Wissen weitergeben.

Machen Sie mit:
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Apfelsortenverzeichnis mit 1971 Sorten

Logo National Fruit Collection

Auf der Suche nach alten Apfelsorten hat Willi Hennebrüder in mühevoller Fleißarbeit Seite für Seite von National Fruit Collections, Brogdale Farm, herunter geladen und in eine übersichtliche Datei übertragen. Die Datei wurde ergänzt durch eine Rubrik „Deutsch“. Dort wurden Sorten aufgenommen, die auch in der deutschen Literatur beschrieben worden sind.

Apfelsortenverzeichnis Brogdale als PDF (1,7 MB)

Durch Anklicken der Sortennamen gelangt man auf die Originalseite mit der Sortenbeschreibung.

Vielleicht finden Sie ja dort die eine oder andere verschollene Sorte – z.B. wird eine Lucasrenette aufgeführt, die ansonsten nicht in der deutschen Literatur auftaucht.

Die Brogdale Farm gibt Reiser ab, die aber nicht gerade preiswert sind.


Obstbau-Geschichte

Obstgärtner beim Veredeln, Spätmittelalter
Obstgärtner beim Veredeln, Spätmittelalter

Herbert Ritthaler hat einen geschichtlichen Abriss zusammengestellt, den er leicht abgeändert der Broschüre Pfälzer Obstkultur (erhältlich in unserem Online-Shop) entnommen hat.

Die Obstbau-Geschichte im Überblick als PDF (218 KB)