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Landesgruppe Hessen

Neu: Liste mit Obstanbietern

Geheimrat Dr. Oldenburg (Foto: R. Scheibel)

Hier können Sie Obst alter Sorten kaufen!

Äpfel und anderes Obst alter Sorten sind im normalen Handel nicht erhältlich, wird aber an unseren Infoständen oft nachgefragt. Daher haben wir eine Liste zusammengestellt, die aktuell 10 Bezugsquellen quer durch Hessen enthält.

Die Liste kann als Datei heruntergeladen werden: Obstanbieterliste

Veranstalter von Sortenausstellungen etc. können die Datei ausdrucken (A4 quer, Vorder- und Rückseite) und als Service für die Besucher an den Ständen auslegen.


Sortenbestimmungstermine für Ihre Früchte

Hier finden sie eine Terminübersicht, an denen eine Sortenbestimmung Ihrer mitgebrachten Früchte möglich ist. Bringen sie zu dem jeweiligen Termin bitte 3-5 schöne Früchte pro Baum mit. Damit erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit der Bestimmung Ihrer Sorte.

09.09.2018          Apfeltag in 36145 Hofbieber, Fohlenweide
15.09.2018          Apfeltag im Gartencenter Christ in 63695 Glauburg-Stockheim
16.09.2018          Kelterfest auf Hofgut Guntershausen/Kühkopf, 64589 Stockstadt
23.09.2018          Apfeltag in 35396 Gießen-Wieseck
23.09.2018          Apfeltag in 61348 Bad Homburg, am Platzenberg
27.09.2018          Kinderapfeltag in 65520 Bad Camberg, Marktplatz
28.09.2018          Apfeltag in 61381 Friedrichsdorf, Landgrafenplatz
29.09.2018          Keltertag in 64823 Groß-Umstadt Raibach
30.09.2018          Apfelmarkt der Naturschutz-Akademie Hessen in 35578 Wetzlar
06.10.2018          Apfeltag in 36211 Ahlheim-Niedergude
06.10.2018          Apfeltag in 63776 Mömbris, Gartenbau Kern
07.10.2018          Erntedankfest in 60437 Nieder-Erlenbach, Obsthof Schneider
13.10.2018          Apfeltag in der Baumschule Leinweber in 36148 Kalbach
13.10.2018          Apfeltag in 34632 Jesberg-Densberg, Bahnhof Densberg
14.10.2018          Apfeltag in 35041 Marburg-Michelbach, Bürgerhaus
14.10.2018          Spezialitätenfestival Nordhessen in 34212 Melsungen
20.+21.10.2018   Apfelfest mit Apfelmarkt im Hessenpark, 61267 Neu-Anspach
26.-28.10.2018    Hessische Pomologentage in 34311 Naumburg

Weiter Infos dazu finden sie auf der linken Seite unter "Termine ohne Seminare"


Sommer-Exkursion nach Nordhessen (03.06.2018)

Begrüßung in der Baumschule Pflanzlust (Foto: R. Scheibel)
Begrüßung in der Baumschule Pflanzlust
Rundgang durch die Quartiere (Foto: R. Scheibel)
Rundgang durch die Quartiere
Die Teilnehmer der gut besuchten Exkursion (Foto: M. Franz)
Die Teilnehmer der gut besuchten Exkursion
Auf dem Streuobstlehrpfad in Niederlistingen (Foto: M. Franz)
Auf dem Streuobstlehrpfad in Niederlistingen
Der rund 250 Jahre alte Apfelbaum auf der Domäne Beberbeck (Foto: R. Scheibel)
Der rund 250 Jahre alte Apfelbaum auf der Domäne Beberbeck
Uralte Eiche im Hutewald Sababurg (Foto: R. Scheibel)
Uralte Eiche im Hutewald Sababurg

Am 3. Juni 2018 unternahmen im Rahmen des Runden Tisches „Alte Obstsorten“ rund 30 Mitglieder der hessischen Landesgruppe des Pomologen-Vereins einen Ausflug nach Nordhessen, der von Steffen Kahl und Manfred Seydel organisiert wurde.

Erster Punkt des prall gefüllten Programmes war der Besuch der Bioland-Baumschule „Pflanzlust“ in Nothfelden bei Wolfhagen. Von der Familie Heinrich Niggemeyer wurden wir herzlich empfangen und mit selbstgebackenem Kirschstreuselkuchen und Kaffee verwöhnt. Wie uns die Besitzer des Betriebs mitteilten, besteht dieser seit 30 Jahren und hat sich schwerpunktmäßig auf die Vermehrung von alten Obstsorten spezialisiert. Aufgrund der hohen Qualität und des seltenen Angebotes zahlreicher sortenechten alten Obstsorten bekam der Betrieb 2010 den Förderpreis ökologischer Landbau verliehen. Auch im Rahmen der jährlichen Aktion der Hessischen Lokalsorte des Jahres beteiligt sich Pflanzlust am Vermehren dieser erhaltenswerten Sorten. In der großen aus Holz konstruierten Eingangs- und Verkaufshalle hängen dekorative Bilder der angebotenen Obstarten und Obstsorten. Besonders eindrucksvoll waren die angebotenen Bäume in großen Pflanzkübeln ausgestellt. Selbst diese traditionell hergestellten Holzkübel von einer Küferei sind in der Baumschule erhältlich. Sehr einladend waren die Außenwände des Gebäudes mit Pfirsich- und Aprikosenspalieren bepflanzt und das Dach mit verschiedenen Pflanzen begrünt.

Der Betrieb hat acht Mitarbeiter, vier davon sind in der Baumschulproduktion und -beratung tätig und die übrigen vier Mitarbeiter im Verkauf und Beratung von Gartenpflanzen beschäftigt. Immer mehr drängt sich der Einkauf über das Internet in den Vordergrund, sodass die meisten Obstbäume wurzelnackt mit Speditionen oder per DHL versendet werden. Neben den Obstgehölzen werden Stauden, Alleebäume und viele weitere Gartenartikel angeboten, denn eine Baumschule ohne breite Produktpalette kann heute nicht mehr existieren, wie Niggemeyer berichtete. Jährlich werden 20000 Unterlagen der verschiedenen Wuchsstärken aufgeschult zum Okulieren im Juli bis August. Davon wird die Hälfte als pflanzfertige Obstgehölze veräußert.

Die Pflanzäcker haben eine Ausdehnung von sechs Hektar, etwa drei Hektar verbleiben als Brachland zur Regenerierung des Bodens. Die Quartiere sind reihenweise nach Obstarten und Unterlagen getrennt und befinden sich auf einer Anhöhe. Um ein gutes Wurzelwerk der Jungbäume zu erhalten, werden diese dreimal verschult. Es werden nur natürliche Düngemittel verwendet und der Boden mit den Jungbäumen mit einem an einer Winde gezogenen Pflug angehäufelt, ähnlich wie im Kartoffelanbau. Dies hat den Zweck der Wühlmausabwehr, da sich die Plagegeister im lockeren Boden der Anpflanzungen nicht wohlfühlen. Blattläuse werden durch Abstreifen mit der Hand aus den jungen Leittrieben der Gehölze beseitigt. Zum Schutz der Baumschule gegen holzbohrende Insekten wird eine 70% Alkohollösung verwendet und abgefüllt in trichterförmigen Flaschen in den Baumreihen aufgehängt. Zum Abschluss der Besichtigung, die für uns sehr informativ und erkenntnisreich war, überreichte Steffen Kahl zum Dank der Familie Niggemeyer das neue Poster „Birnenvielfalt“ der hessischen Landesgruppe.

Weiter führte uns die Erlebnistour in nördliche Richtung nach Niederlistingen am ruhigen Flugplatz Calden vorbei. Die aufgesuchte Streuobstwiese und der Streuobstlehrpfad wurde uns von Manfred Seydel und Helmut Sauerland erläutert. Die beiden Ortskundigen klärten uns über Anpflanzungen, Geschichte, Neuanpflanzungen und Vermarktung des unbehandelten Obstes auf, das durch die Streuobstinitiative SILKA in Form von naturtrüben Säften mit 100% Fruchtanteil veräußert wird. An dem nach Süden ausgerichteten Hang stehen 1100 Kern- und Steinobstbäume sowie Walnüsse und Speierlinge, insgesamt über 100 verschiedene Sorten. In den letzten fünf Jahren wurden durch örtliche Initiativen und Privatleute 450 neu Bäume, darunter auch regionale Besonderheiten, nachgepflanzt. Der Schnitt der Obstgehölze erfolgt in unregelmäßigen Intervallen. Die Beweidung wird durch Schafe eines örtlichen Schäfers vorgenommen. Alle Bäume besitzen eine Nummer. Aus einer selbst aufgelegten Begleitbroschüre können die Sortennamen und die Besonderheiten der Frucht entnommen werden. Mit reichlichen Eindrücken versehen konnten wir neue Erkenntnisse gewinnen und in Fachgesprächen über pomologischen Themen vertiefen und hatten zudem die Gelegenheit die Variation der verschiedenen naturbelassenen Säfte zu probieren und waren der Meinung, dass die Säfte sehr vollmundig schmeckten mit der nötigen Süße und Säure.

Das Mittagessen nahmen wir in Niederlistingen im Gasthaus „Zur Linde“ ein. Mit einem deftigen Schweinebraten mit Beilagen und einem fleischlosen Gericht vom warmen Büffet gestärkt, konnte der zweite Abschnitt des Ausflugs zur Domäne Beberbeck, ein Stadtteil von Hofgeismar, in Angriff genommen werden. Eine durch eine alte Eichenallee führende schmale Straße leitete uns zu dem ältesten Wildapfelbaum (Malus silvestris) mitten in der Landschaft, freistehend ohne weiteren Baumbewuchs bis auf einen Schwarzen Holunder. Der Apfelbaum soll etwa 250 Jahre alt sein, ist neun Meter hoch, hat einen Umfang von 2,9 Metern und ist innen hohl. Trotz des hohen Alters fruchtet der Baum regelmäßig, und wie uns Werner Nussbaum erklärte, ist für seine Generhaltung durch Aussaat von Kernen des Wildapfels gesorgt.

Der letzte Teil unserer Entdeckungstour führte in das über 100 Jahre alte Naturschutzgebiet „Urwald Sababurg“ mit einer Ausdehnung von 93 Hektar. Das Gebiet ist eine ehemalige Waldweide-Landschaft mit vielen bis zu 500 Jahre alten Eichen und auch ebenfalls mächtigen Buchen. In dem Laubwald wurden Jahrhunderte lang Haustiere wie Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Pferde gehütet. In Notzeiten wurde das Laub zum Verschnitt mit Heu den Haustieren im Winter verfüttert. Für die Fürsten war der Reinhardswald ein beliebtes Jagdgebiet mit kapitalem Rotwild mit majestätischen Geweihen.

Auf den Lichtungsflächen des Urwaldes konnten wir riesige Bestände des bis zu 2 Meter hohen Adlerfarns in Augenschein nehmen. Dieser Farn zeichnet sich durch nur einen Wedel in der Vegetationsperiode aus, bis er im Winter abstirbt und im neuen Jahr wieder neu austreibt. In dem Urwald sind die natürlichen Verjüngungen schön zu erkennen sowie der Zerfall der absterbenden Eichen und Buchen zu Humus. Manche Veteranen bestehen nur noch aus ein paar Zentimeter dicker Rindenschicht und Kambium und treiben nur noch an wenigen Astteilen aus. Buchen, die durch Stürme entwurzelt wurden, liegen flach am Boden mit steil aufragenden Wurzeltellern und sind trotz geringem Kontakt zum Waldboden doch noch vital. Auf unserem etwa zweistündigen Rundgang mit Passagen auf Bohlenwegen ähnlich wie bei Moorbegehungen waren wir fasziniert von der Fülle der Natur, die sich selbst überlassen bleibt und immer wieder neues Leben hervorbringt. Als Pomologen hatten wir auf dem Rundgang einen weiteren Höhepunkt zu verzeichnen, indem wir einen knorrigen zerklüfteten alten „Wildapfelbaum“ entdeckten. Ein großer Dank gilt Frau Zimmermann für die interessante Führung, ein einmaliges Erlebnis!

(Klaus Schuh)


Rundbriefe 2018 der LG Hessen

Die Landesgruppe Hessen informiert ihre Mitglieder mit einem eigenen Rundbrief über geplante Aktionen, Exkursionen und Termine. Er wird per Post oder Mail an die Mitglieder verschickt.

Hier die Rundbriefe des Jahres 2018 in digitaler Form:

Rundbrief 01/2018

Rundbrief 02/2018

Rundbrief 03/2018


Landesgruppe Hessen bei der CiderWorld (15.04.2018)

Im Gesellschaftshaus des Palmengartens in Frankfurt fand auch dieses Jahr wieder die weltgrößte Apfelweinmesse statt – unter dem neuen Namen CiderWorld '18. Es kamen 97 Aussteller, darunter Keltereien, Apfelweinhersteller und sonstige mit dem Apfelwein verbundene Organisationen und Firmen aus 17 Ländern und zeigten ihre Produkte. Irland war Gastland und viele Besucher ließen sich Irish Cider und einiges mehr von den 11 irischen Ausstellern munden. Das herrliche Frühlingswetter lockte zahlreiche Gäste an und machte die Messe wieder zum vollen Erfolg. Mit dem neuen "CiderWorld Award" wurden auch hessische Produzenten ausgezeichnet, einige davon selber Mitglied im Pomologen-Verein.

Wie in den Jahren zuvor präsentierte sich die Landesgruppe Hessen mit einer für diese Jahreszeit noch recht umfangreichen Sortenausstellung von Werner Nussbaum und vielen nützlichen Informationen zum Thema „Alte Obstsorten“. Unser Stand, abwechselnd betreut von 7 Landesgruppen-Mitgliedern, war gut besucht und der Bedarf an Wissen zu den alten Obstsorten groß. Besonders die hessischen Lokalsorten des Jahres fanden große Aufmerksamkeit und Interesse beim Publikum. Neben allgemeinen Fragen wurden, beispielsweise von den anderen Ausstellern, sehr spezifische Probleme in Bezug auf Anbau, Bezugsquellen, Pflege und Verwendung mit uns erörtert.

Foto: Mirko Franz
Foto: Mirko Franz
Foto: Mirko Franz

Landesgruppe Hessen begrüßt das 250. Mitglied (März 2018)

Die „magische“ Zahl 250 wurde Ende Januar durch den Beitritt der Straußwirtschaft und Kelterei Rote Pumpe in Bad Nauheim/Nieder-­Mörlen erreicht (Ulli & Philipp Schwabe GbR). Mit der Roten Pumpe bestehen schon langjährige Kontakte. So fand 2007 dort ein „Runder Tisch – Alte Obstsorten“ statt, und 2014 produzierte Fam. Schwabe für uns den sortenreinen Anhalter­-Apfelsaft zur Lokalsorte des Jahres 2015. Überhaupt bilden sortenreine Apfelweine und -säfte aus Streuobst einen Schwerpunkt der Produktpalette, was natürlich gut zur Arbeit des Pomologen-Vereins passt.

Die offizielle Begrüßung fand am 14. März im Rahmen des Arbeitseinsatzes auf der Pomologen-­Wiese zwischen Ostheim und Ober-Mörlen statt. Die Landesvertreter überreichten Ulli Schwabe einen Hochstamm der hessischen Lokalsorte 2018 „Ruhm aus Kelsterbach“. Dieser soll in Bad Nauheim auf einer Obstwiese seinen Platz finden, die von der Roten Pumpe gemeinsam mit den Anwohnern des Goldsteins bewirtschaftet wird.

Die Wetterauer Zeitung war vor Ort und berichtet hier.

Die Landesgruppe begrüßt ihr 250. Mitglied, Ulli Schwabe von der Roten Pumpe (3. v. r.). Foto: Steffen Kahl
Mit dem Einverständnis der Nachbargrundstücksbesitzer entfernen wir Misteln, da diese bereits auf unsere Jungbäume "überspringen". Foto: Steffen Kahl
Die Aktiven gönnen sich nach der Arbeit Kaffee und Kuchen (Danke an Wolfgang). V.l.n.r. Wolfgang Hellmessen, Hartmut Schneider, Robert Scheibel, Werner Nussbaum, Roland Seibel, Ralf Gabrich, Klaus Spieler, Mirko Franz, Steffen Kahl, Klaus Schuh. Foto: Steffen Kahl

Hessische Lokalsorte 2018 – Ruhm aus Kelsterbach

Foto: Steffen Kahl

Wie der Name sagt, stammt diese Apfelsorte aus Kelsterbach, westlich von Frankfurt gelegen – sie soll um 1900 auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei gestanden haben. Nach den Aufzeichnungen des Hofheimer Pomologen Richard Zorn, der die Sorte 1934-39 als „Schöner aus Kelsterbach“ erstmals beschrieb, handelt es sich um einen Streifling, der zu den Tafel- und guten Wirtschaftsäpfeln zählt. In den 1940er-Jahren taucht die Sorte im Sortenverzeichnis der Provinz Hessen-Nassau und in der Zeitschrift „Das Gartenjahr“ auf.

Der ‘Ruhm aus Kelsterbach’ reift im Oktober und hängt lange am Baum, die Genussreife beginnt im Dezember und reicht bis März und länger. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig. Das weißliche Fruchtfleisch ist saftig, anfangs mit kräftiger Säure, leicht gewürzt und aromatisch. Aus den Früchten lässt sich ein guter sortenreiner Saft/Apfelwein erzeugen. Auf dem Lager ist der „Kelsterbacher“ ausgewogen süß-sauer und als Essapfel nutzbar. Die mittelgroßen Früchte sind überwiegend von einer leuchtend hellroten Deckfarbe überzogen und mit zahlreichen rostartigen Schalenpunkten versehen. Daher kommt es manchmal zur Verwechslung mit der Roten Sternrenette.

An Boden und Klima werden keine hohen Ansprüche gestellt. Die Sorte ist robust und widerstandsfähig, insbesondere gegen Schorf. Die Bäume werden recht groß und häufig neigt sich der Stamm zur Seite. Die Aktion 2018 wird vom Verein „Main-Taunus Naturland und Streuobst“, von der Stadt Kelsterbach und von den Baumschulen Köhler und Heinrich unterstützt.

Weitere Informationen zum Ruhm aus Kelsterbach finden Sie in unserem Faltblatt:

Faltblatt Hessische Lokalsorte 2018

 

Baumschulen

Die Hessische Lokalsorte 2018 ‘Ruhm von Kelsterbach’ ist neben anderen alten Obstsorten in folgenden Baumschulen zu beziehen:
Köhler Baumschulen, 63486 Bruchköbel, www.baumschule-koehler.de
Baumschule Heinrich, 65474 Bischofsheim, baumschule.heinrich(at)t-online.de

Unterstützt wird die Kampagne 2018 durch:

• Stadt Kelsterbach, www.kelsterbach.de
• Main-Taunus Naturland und Streuobst e.V., www.streuobst-mtk.de


Poster-Angebot der Landesgruppe Hessen

Tafelobstposter
Kelterobstposter
Birnenposter

Die Landesgruppe hat drei attraktive Poster herstellen lassen: „Apfelvielfalt Kelteräpfel“, „Apfelvielfalt Tafeläpfel“ und „Birnenvielfalt“. Die Poster im Format DIN A1 werden auf Veranstaltungen und bei anderen Gelegenheiten für 5 Euro pro Stück zum Verkauf angeboten; Mitglieder zahlen nur 3 Euro.

Bezogen werden können die Poster über Klaus Spieler, spieler.eckert@t-online.de, Tel. 06002-930357.

Außerdem sind die Poster auf Wunsch in laminierter Form erhältlich. So sind sie wetterfest und vor Beschädigung geschützt. Das Aufhängen fällt dadurch auch leichter. Der Aufpreis für die Laminierung beträgt 10 Euro.


Rückblick 20. Hessische Pomologentage 2017

Die 20. Hessischen Pomologentage hatten es in sich. Trotz Orkan-Nacht strömten über 2000 Besucher ins Haus des Gastes und ließen sich einfangen von Düften, Präsentationen und reichlich Informationen zu historischen Apfelsorten, auch über diejenigen, die von Allergikern häufig gut vertragen werden. Zum Jubiläum konnte eine alte Tradition in neuem Gewand wiederbelebt werden: Bei einem 5-Gänge-Apfelbuffet mit kleiner Kochshow genossen über 60 Gäste einen informativen und humorvollen Abend. In dessen Rahmen erhielt Hans-Thomas Bosch als einer der versiertesten Sortenkenner aus dem südlichen Raum Deutschlands den Oberdieck-Preises 2017. Der Apfelmarkt bot neben der Sortenausstellung wieder eine vielfältige Auswahl an Köstlichkeiten und Kunsthandwerk. Die Elbetalschule zeigte ein Apfelmärchen per Rollenkino. Einige Marktteilnehmer sind schon (fast) seit Beginn dabei, wie zum Beispiel die Sektkellerei Döhne, die Streuobstinitiative SILKA, das Saftmobil und die Baumschule Pflanzlust. Der Pomologen-Verein e.V. als ebenfalls langjähriger Kooperationspartner war mit einem Infostand und Büchertisch präsent.

Ein ausführlicher Bericht mit weiteren Fotos ist auf der Homepage der Stadt Naumburg zu finden.

 

Bücher- und Infostand des Pomologen-Vereins (Foto: Stadt Naumburg)
Bücher- und Infostand des Pomologen-Vereins
Blick auf Sortenausstellung und Markt (Foto: Stadt Naumburg)
Blick auf Sortenausstellung und Markt
Verleihung des Oberdieck-Preises an Hans-Thomas Bosch (Foto: Stadt Naumburg)
Verleihung des Oberdieck-Preises an Hans-Thomas Bosch

Hessische Lokalsorte 2017 – Hartapfel

Die Wetzlarer Lokalsorte ‘Hartapfel’ wurde erstmals auf der Herbsttagung „25 Jahre Pomologen-Verein e.V.“, welche von der Landesgruppe Hessen Anfang September 2016 in Wetzlar ausgerichtet wurde, als 15. Hessische Lokalsorte des Jahres präsentiert. Im Rahmen einer Exkursion auf den „Weinberg“, einer Schutzgebietsfläche der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe, konnte durch die große Teilnehmergruppe ein erster Baum gepflanzt werden. Weitere Jungbäume wurden im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 in Zusammenarbeit mit der Stadt Wetzlar, der Gemeinde Solms und der NABU-Stiftung gepflanzt.

Wie in jedem Jahr hat die Landesgruppe Hessen auf dem Apfelmarkt der Naturschutz-Akademie Hessen, am letzten Sonntag im September, die Lokalsorte des Jahres vorgestellt. Mit dem neuen Faltblatt und einem Plakat sowie zahlreichen Früchten, konnte die Sorte der Öffentlichkeit schmackhaft gemacht werden. Gleichzeitig präsentierte Steffen Kahl ein neues Fruchtmodell (Nr. 03/103) der Firma SOMSO-Modelle, welches die Apfelsorte wie immer in äußerster Naturtreue darstellt.

Im Frühjahr 2017 konnte eine Pflanz- und Pflegeaktion in Solms-Albshausen durchgeführt werden. Hier wurden zwei Bäume aus privater Nachzucht gepflanzt und ein stark abgängiger Altbaum geschnitten bzw. verjüngt. Die Aktion hat trotz starkem Regen allen Beteiligten viel Spaß gemacht – selbst der Bürgermeister der Gemeinde Solms, der selber ein altes Baumstück besitzt, hat mit Begeisterung bei der Pflanzung Hand angelegt.

Eine ausführliche Sortenbeschreibung des Hartapfels bietet das Faltblatt, das sich hier herunterladen lässt: Faltblatt Hessische Lokalsorte 2017
Außerdem ist sie in der neuen Broschüre „Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen“ (Seite 64/65) zu finden.

 

Exkursion Weinberg Wetzlar – in der Mitte die Baumruine eines Hartapfels, in deren Nähe der Jungbaum gepflanzt werden konnte (Foto: Steffen Kahl)
Exkursion Weinberg Wetzlar
Präsentation Apfelmarkt Wetzlar – v.l.n.r.: Th. Zebunke/HMUKLV, A. Langsdorf/NAH, Frau Werding, M. Wagner/BM Wetzlar, N. Kortlüke/Umweltdezernent Wetzlar, H.-J. Irmer/Hess. Landtag, S. Kahl/PV Hessen, H. Ryba/Naturlandstiftung (Foto: Robert Scheibel)
Präsentation Apfelmarkt Wetzlar
SOMSO-Modell des Hartapfels (Foto: Steffen Kahl)
SOMSO-Modell des Hartapfels
Pflanz- und Pflegeaktion in Solms-Albshausen (Foto: Mirko Franz)
Pflanz- und Pflegeaktion in Solms-Albshausen

Broschüre Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen

Titel Broschüre Obstsorten Hessen

Nachdem das Vorgängerheft schon einige Jahre vergriffen war, ist nun die stark erweiterte und aktualisierte 4. Auflage von „Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen“ erschienen.

Wer mit der Pflanzung von Obstbäumen zum Erhalt der Sortenvielfalt beitragen möchte, findet in dieser Broschüre umfangreiche Informationen und Anregungen. Bei den Sortenempfehlungen liegt das Augenmerk auf den für Hessen typischen alten Obstsorten – das Spektrum reicht von deutschlandweit bekannten Sorten, die sich in Hessen bewährt haben, bis hin zu lokalen Raritäten. Die übersichtlichen Tabellen beinhalten insgesamt 246 Sorten der Obstarten Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten, dazu kommen 25 Schalen- und Wildobstarten. Angegeben sind jeweils Herkunft, Frucht- und Baumeigenschaften (wie Reife, Verwertung, Wuchsstärke) sowie Bemerkungen zu Standortansprüchen und Robustheit. Zu jeder Obstart liefert die Publikation einleitende Basisinfos. Die fünfzehn „Hessischen Lokalsorten des Jahres“ seit 2003 werden auf je einer Doppelseite ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Abgerundet wird die attraktive Broschüre unter anderem durch Ratschläge für das Pflanzen und Schützen der Bäume, die Nennung von spezialisierten Baumschulen, Literaturtipps und einen Ausflug in die hessische Geschichte der Pomologie.

80 Seiten, 20 x 21 cm, durchgehend farbig, über 90 Abbildungen, zahlreiche Tabellen, Preis 7,50 Euro

Leseprobe (1 MB)

Erhältlich ist die Broschüre beim Online-Shop des Pomologen-Vereins (Obst regional). Bestellungen von Wiederverkäufern (ab 10 Stück gibt es einen attraktiven Rabatt), aber auch von Einzelexemplaren können an die Landesgruppe / Klaus Spieler gerichtet werden.

UN Dekade

„Ausgezeichneter Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt“

Unsere Publikation wurde im Juli 2017 von der UN-Dekade als Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt ausgezeichnet. Auf der Internetseite der UN-Dekade wird sie vorgestellt.


Rückblick 19. Hessische Pomologentage 2016

Die Apfelsorten waren alphabetisch sortiert mit Informationen u. a. zur Pflückreife, Genussreife, Lagerfähigkeit und Nutzung. (Foto: PA Stadt Naumburg)

Dazu ist folgender Bericht auf der Website der Stadt Naumburg erschienen:

» Bericht lesen … (externer Link)


Mitgliederversammlung der Landesgruppe Hessen auf dem Obsthof Schneider (2013)
Mitgliederversammlung der Landesgruppe Hessen auf dem Obsthof Schneider (2013)

Bericht über 15 Jahre Landesgruppe Hessen (Aug. 2016)

Im Jahre 2016 feiert der Pomologen-Verein sein 25-jähriges Bestehen. Auch die Landesgruppe Hessen gibt es schon seit 15 Jahren. In der folgenden Datei finden Sie einen Rückblick von den Anfängen bis heute. (In gekürzter Form ist dieser Artikel im Jahrbuch 2016 enthalten.)

15 Jahre Landesgruppe Hessen

(PDF, 328 KB)


Apfelwein Weltweit (10.04.2016)

Im Gesellschaftshaus des Palmengartens in Frankfurt fand die diesjährige Messe „Apfelwein Weltweit“  statt. Es kamen ca. 100 Aussteller, darunter Keltereien,  Apfelweinhersteller und sonstige mit dem Apfelwein verbundene Organisationen und Firmen aus 16 Ländern und zeigten ihre Produkte. Japan war das Gastland, und die Asiaten zeigten dem Publikum, dass auch sie das Handwerk der Apfelweinherstellung verstehen.
Wie in den letzten Jahren präsentierte sich die Landesgruppe Hessen mit einer Sortenausstellung von Werner Nussbaum und vielen nützlichen Informationen zum Thema „Alte Obstsorten“.
Der Stand war gut besucht und der Bedarf an Wissen zu den alten Obstsorten groß. Besonders unsere hessischen Lokalsorten des Jahres fanden große Aufmerksamkeit und Interesse beim Publikum.

Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich

Pflanzaktion Hessische Lokalsorte 2016 – Weilburger (6.4.2016)

Es ist schon eine kleine Tradition der Künstlergruppe „artelinos“ aus dem Kreis Usingen, in Neuweilnau die hessische Lokalsorte des Jahres zu pflanzen. So fanden sich wieder Mitglieder der Künstlergruppe sowie der Landesgruppe Hessen auf dem Schlossberg ein, um die diesjährige Lokalsorte ‚Weilburger’ zu pflanzen. Bei gutem Wetter und bester Laune wurde ein Jungbaum eingepflanzt und mit einem entsprechenden Hinweisschild versehen. Von Steffen Kahl gab es Wissenswertes über den Weilburger und darüber, wie diese lange Zeit als verschollen geltende Sorte wiederentdeckt wurde. Natürlich wurden auch die gepflanzten Bäume der letzten Jahre begutachtet und zum Teil der Pflege unterzogen.

Alles weitere zur Hessischen Lokalsorte 2016 ‚Weilburger’ finden Sie auf der Jahressorten-Seite.


Runder Tisch – Alte Obstsorten: Reiserbörse (3.4.2016)

Auch in diesem Jahr veranstaltete die Landesgruppe Hessen wieder ihre Reiserbörse mit einem kleinen Rahmenprogramm. Sie fand in der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar statt. Da es sich um eine öffentliche Kooperationsveranstaltung handelte, konnten wir nicht nur die Räumlichkeiten kostenlos nutzen, sondern auch die Reiserbörse bekannter machen und Nicht-Mitgliedern die Teilnahme ermöglichen.

Zur Veranstaltung fanden sich insgesamt 36 Personen ein, wovon 25 Mitglieder und 11 Gäste waren. Bei Kaffee & Kuchen lauschte man gespannt dem Vortrag von Volker Dietz (Lehrbeauftragter im Landesverband Hessischer Imker e.V.) über „Bienen – Bestäubungsleistung und Fruchtqualität“, bevor es zum Reisertausch ging. Auf den bereitgestellten Tischen wurden wieder jede Menge Edelreiser der verschiedenen Sorten ausgebreitet und jeder konnte sich für seinen Bedarf eindecken. Neben dem fachlichen Austausch über Veredelungen wurden neue Kontakte geknüpft und sogar das ein oder andere neue Mitglied unter den Gästen gewonnen.

Es folgte ein Jahresrückblick der Landesgruppe Hessen, den Steffen Kahl präsentierte. Zum Abschluss stellten Steffen Kahl und Werner Nussbaum den aktuellen Stand der Planungen zum bevorstehenden Jubiläum vor, der mit den Mitgliedern diskutiert wurde.

Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich
Foto: Ralf Gabrich

Fruchtmodelle – sortenecht und wunderschön!

Anhalter als Somso-Modell (Foto: Steffen Kahl)
Anhalter als Somso-Modell

Dass in der heutigen Zeit überhaupt noch pomologische Fruchtmodelle aus Papiermaché angefertigt werden, ist ein kleines Wunder. Doch die Firma Marcus Sommer SOMSO Modelle GmbH aus Coburg hat die Fähigkeit, Apfelmodelle in filigraner Handarbeit – wie vor 130 Jahren – herzustellen. Dabei werden die Früchte abgeformt, in Papiermaché modelliert, gewachst und handbemalt. Außerdem bekommen sie naturgetreue Stiele, Kelchblätter und teilweise sogar eine Frostzunge, Schorffleck oder eine Stielnase – eben wie im Original.

Alle SOMSO Modelle werden von hochqualifizierten Fachkräften in individueller Handarbeit gefertigt. Die Bemalung der naturgetreuen Nachbildungen, bei denen es sich weitgehend um Naturabgüsse handelt, ist lichtecht und sonnenbeständig. Somit wird jede Fruchtnachbildung zu einem unverwechselbaren Einzelstück.

Inzwischen ist das Sortiment an pomologischen Fruchtmodellen der Fa. SOMSO wieder auf über 100 Sorten angewachsen. Darunter finden sich auch alle hessischen Sorten, die bisher zur „Hess. Lokalsorte des Jahres“ gekürt wurden.

Bisher erschienene Nachbildungen der „Hess. Lokalsorte des Jahres“:

JahrSorteKat. Nr.
2003Heuchelheimer Schneeapfel03/85
"Heuchelheimer Schneeapfel – Stielhälfte03/85-1
"Heuchelheimer Schneeapfel – Kelchhälfte03/85-2
2004Körler Edelapfel03/95
2005Ditzels Rosenapfel03/94
2006Gacksapfel03/48
2007Kloppenheimer Streifling03/46
2008Ausbacher Roter03/42
2009Dorheimer Streifling03/47
2010Gestreifter Matapfel03/97
2011Metzrenette03/96
2012Spitzrabau03/84
2013Siebenschläfer03/16
2014Vaterapfel ohne Stielnase03/45
"Vaterapfel mit Stielnase03/45-1
2015Anhalter03/44
2016Weilburger03/98
2017Hartapfel03/103

Diese, sowie alle anderen Fruchtmodelle bieten einen ästhetischen Genuss für jede obstbauliche Dekoration. Sie erfreuen jeden Pomologen und Liebhaber alter Traditionen und können bei Ausstellungen und Fortbildungsveranstaltungen ihren Teil zum Erhalt der Sortenvielfalt in Hessen beitragen.

Sie sind nicht nur sortenecht, sondern auch wunderschön!

Die SOMSO-Fruchtmodelle sind über die Firma Marcus Sommer SOMSO Modelle GmbH in Coburg, www.somso.de zu beziehen.

Steffen Kahl

Somso-Modelle der Jahressorten 2003 – 2014 (Foto: Steffen Kahl)
Somso-Modelle 2003 – 2014

Ältere Artikel finden Sie im » Archiv.

Die nächsten Termine

Samstag, 27. Oktober 2018 09:00 bis 16:30 Uhr

Seminar „Einführung in die Obstsortenbestimmung“ am Beispiel Apfel in Wetzlar

Sonntag, 04. November 2018 10:00 bis 18:00 Uhr

3. Tag der Landwirtschaft in der WERKStadt in Limburg