Pomologen-Verein e.V.

Baumschulkataloge gesucht

Liebe Mitglieder,

die Zeit der dunklen gemü­tlichen Abende zu Hause steht bevor, und da wollen wir um Mitarbeit in einem neuen Projekt des PV, der Erfassung von Sorten aus Baum­schul­katalogen, fragen. Jede und jeder kann mitmachen, der/die einen Computer und ein Excel-Programm hat.

Wer sich mit Alten Obst­sorten beschäftigt, landet früher oder später immer auch bei denen, die sie verbreitet haben, den Baum­schulen. Wir wissen heute über die frühere Verbreitung der Sorten oft nur wenig, eine wesentliche Quelle ist bisher praktisch uner­schlossen, die alten Baum­schul­verzeichnisse.

Die Idee ist nun folgende: Wir rufen die Mitglieder dazu auf, sich an der Erfassung von Baum­schul­katalogen zu beteiligen. Einer­seits könnt ihr/können Sie als Mitglied in Ihrer Sammlung vorhandene Kataloge in eine Excel-Tabelle eingeben oder bei uns nach einem Katalog oder einem Link zu einem Katalog anfragen. Wir suchen auch noch Baum­schul­kataloge bis ca. 1960, wer welche hat, kann sich gerne mit Jens Meyer in Verbindung setzen.

Für jedes Sorten­verzeichnis wird eine eigene Datei ausgefüllt, diese Dateien werden dann später von uns zu einem Gesamt­verzeichnis zusammen­geführt.

Die fertige Liste, die sich aber sicher immer weiter entwickeln wird, soll dann später auf unserem eigenen Server (der ist in Arbeit) allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden.

In der Hoffnung auf eine große Resonanz

Jens Meyer


Wer kennt sie noch, die alten Sorten ?

Fast unmerklich verschwinden seit Jahr­zehnten die Obstbäume aus Gärten und Wiesen unserer Landschaft. Mit ihnen verschwinden viele der alten Sorten, die von unseren Vorfahren genutzt, sorgsam gehütet und vermehrt wurden. Wer kennt noch den Prinzenapfel, die Kirkes Pflaume, die Muskateller Birne oder die Kirsche Königin Hortense?

Mit ihnen sind auch wertvolle Eigenschaften wie z.B. Krankheits­resistenzen unwieder­bringlich verloren. Die Spezialisierung des Handels auf einige wenige Standardsorten beschleunigt den Verlust der genetischen Vielfalt. Dies geht einher mit dem Verschwinden des selbstangebauten Obstes von unserem Speisezettel als eine Folge vereinheitlichter Supermarkt-Früchte.

Obstsorten sind ein lebendiges Kulturerbe, das wir erhalten wollen. Über 20 Jahre Pomologen-Verein e.V. haben sich gelohnt: Unsere Mitglieder konnten viele Sorten erhalten, neue Pflanzungen anlegen und das Wissen weitergeben.

Machen Sie mit:
Werden Sie Mitglied im Pomologen-Verein e.V.


Apfelsortenverzeichnis mit 1971 Sorten

Auf der Suche nach alten Apfelsorten hat Willi Hennebrüder in mühevoller Fleißarbeit Seite für Seite von National Fruit Collections, Brogdale Farm, herunter geladen und in eine übersichtliche Datei übertragen. Die Datei wurde ergänzt durch eine Rubrik „Deutsch“. Dort wurden Sorten aufgenommen, die auch in der deutschen Literatur beschrieben worden sind.

Apfelsortenverzeichnis Brogdale als PDF (774 KB)

Durch Anklicken der Sortennamen gelangt man auf die Originalseite mit der Sortenbeschreibung.

Vielleicht finden Sie ja dort die eine oder andere verschollene Sorte – z.B. wird eine Lucasrenette aufgeführt, die ansonsten nicht in der deutschen Literatur auftaucht.

Die Brogdale Farm gibt Reiser ab, die aber nicht gerade preiswert sind.


Obstbau-Geschichte

Herbert Ritthaler hat einen geschichtlichen Abriss zusammen­gestellt, den er leicht abgeändert der Broschüre Pfälzer Obstkultur (erhältlich in unserem Online-Shop) entnommen hat.

Die Obstbau-Geschichte im Überblick als PDF (218 KB)