Website durchsuchen
Mitglied werden

Obstsorte des Jahres

Norddeutschland

Apfel des Jahres in Norddeutschland

2018 Roter Brasilienapfel

2017 Tietjenapfel

2016 Horneburger Pfannkuchen

2015 Rosa Claussen

2014 Gelber Richard

2013 Knebusch

2012 Rotfranch

2011 Martini

2010 Juwel aus Kirchwerder

2009 Stina Lohmann

2008 Wohlschmecker aus Vierlanden

2007 Seestermüher Zitronenapfel

2006 Altländer Pfannkuchen

2005 Wilstedter Apfel

2004 Biesterfelder Renette

2003 Ruhm von Kirchwerder

2002 Celler Dickstiel

2001 Finkenwerder Herbstprinz

Fotos: Nimar Blume (2011-2013)
Hermann Timmann (2010)
Henning Scholz (2001-2009)

Hessen

Hessische Lokalsorte 2018 – Ruhm aus Kelsterbach

Wie der Name sagt, stammt diese Apfelsorte aus Kelsterbach, westlich von Frankfurt gelegen – sie soll um 1900 auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei gestanden haben. Nach den Aufzeichnungen des Hofheimer Pomologen Richard Zorn, der die Sorte 1934-39 als „Schöner aus Kelsterbach“ erstmals beschrieb, handelt es sich um einen Streifling, der zu den Tafel- und guten Wirtschaftsäpfeln zählt. In den 1940er-Jahren taucht die Sorte im Sortenverzeichnis der Provinz Hessen-Nassau und in der Zeitschrift „Das Gartenjahr“ auf.

Der ‘Ruhm aus Kelsterbach’ reift im Oktober und hängt lange am Baum, die Genussreife beginnt im Dezember und reicht bis März und länger. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig. Das weißliche Fruchtfleisch ist saftig, anfangs mit kräftiger Säure, leicht gewürzt und aromatisch. Aus den Früchten lässt sich ein guter sortenreiner Saft/Apfelwein erzeugen. Auf dem Lager ist der „Kelsterbacher“ ausgewogen süß-sauer und als Essapfel nutzbar. Die mittelgroßen Früchte sind überwiegend von einer leuchtend hellroten Deckfarbe überzogen und mit zahlreichen rostartigen Schalenpunkten versehen. Daher kommt es manchmal zur Verwechslung mit der Roten Sternrenette.

An Boden und Klima werden keine hohen Ansprüche gestellt. Die Sorte ist robust und widerstandsfähig, insbesondere gegen Schorf. Die Bäume werden recht groß und häufig neigt sich der Stamm zur Seite. Die Aktion 2018 wird vom Verein „Main-Taunus Naturland und Streuobst“, von der Stadt Kelsterbach und von den Baumschulen Köhler und Heinrich unterstützt.

Weitere Informationen zum Ruhm aus Kelsterbach finden Sie in unserem Faltblatt:

Faltblatt Hessische Lokalsorte 2018

 

Hessische Lokalsorte des Jahres

Mit der Aktion „Hessische Lokalsorte des Jahres“ leistet die Landesgruppe Hessen des Pomologen-Vereins seit 2002/2003 einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des pomologischen kulturellen Erbes und der regionalen Sortenvielfalt in Hessen. Gemeinsam mit anderen Obstliebhabern, Naturschützern, Keltereien und heimischen Baumschulen wird in zahlreichen Veranstaltungen auf diese Sorten aufmerksam gemacht. Jungbäume werden angezogen und stehen für Pflanzungen zur Verfügung.

Unterstützen Sie den Erhalt alter Apfelsorten, indem Sie einen Baum der „Hessischen Lokalsorte des Jahres“ pflanzen oder Produkte aus heimischen Streuobstbeständen wie z. B. naturtrüben Apfelsaft kaufen.

Durch Anklicken einer Jahressorte öffnet sich das betreffende Faltblatt (PDF-Datei).

2018: Ruhm aus Kelsterbach

2017: Hartapfel

2016: Weilburger

2015: Anhalter

2014: Vaterapfel

2013: Siebenschläfer

2012: Spitzrabau

2011: Metzrenette

2010: Gestreifter Matapfel

2009: Dorheimer Streifling

2008: Ausbacher Roter

2007: Kloppenheimer Streifling

2006: Gacksapfel

2005: Ditzels Rosenapfel

2004: Körler Edelapfel

2003: Heuchelheimer Schneeapfel

Saarland / Rheinland-Pfalz

Streuobstsorte des Jahres 2015: ‚Köstliche aus Charneu‘

Sonnengelb mit leichter Rötung auf der Sonnenseite zeigt sich die ‚Köstliche aus Charneu‘ Foto: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt
Sonnengelb mit leichter Rötung auf der Sonnenseite zeigt sich die ‚Köstliche aus Charneu‘
Foto: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt
‚Köstliche aus Charneu‘ ist eine schmackhafte Herbstbirne Foto: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt
‚Köstliche aus Charneu‘ ist eine schmackhafte Herbstbirne
Foto: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt

Der Arbeitskreis „Obstsorten“ des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. hat die Herbstbirnensorte ‚Köstliche aus Charneu‘ zur Streuobstsorte des Jahres 2015 für das Verbandsgebiet benannt.

Gefunden wurde die Sorte um 1800 als Zufallssämling in Charneu (heute Charneux) in der belgischen Provinz Lüttich. Vom Deutschen Pomologenverein wurde ‚Köstliche aus Charneu‘ bereits 1857 zum Anbau empfohlen. 1922 wurde sie, neben ‚Boscs Flaschenbirne‘ und ‚Williams Christbirne‘ von der Deutschen Obstbaugesellschaft als wirt­schaftlich wichtig eingestuft. Heute ist sie eher eine Liebhaber­sorte mit geringer wirt­schaft­licher Bedeutung.

Die mittelgroße bis große, ovale oder kegel­förmige Birne hat eine feine grünlichgelbe Schale, die später ganz gelb ist, mit Ausnahme einer schwachen streifenartigen Rötung auf der Sonnenseite. Das gelblichweiße Fruchtfleisch ist sehr fein, schmelzend und schmeckt süß und würzig. Die Tafelbirne hat gute Lagereigenschaften und eignet sich auch zum Einkochen, Dörren oder zur Saftherstellung.

Pflück- und genussreif sind die Früchte je nach Lage ab Ende September bis Mitte Oktober, haltbar bis Anfang November. Der erzielte Ertrag ist hoch und regelmäßig, setzt aber spät ein.

Der Baum ist starkwüchsig und zeigt eine sortentypische Betonung des Mitteltriebes. Die Krone bleibt eher schmal, ist wenig verzweigt und zeigt hängende Äste. Beim Baumschnitt sollten die Gerüstäste gefördert und die Höhe begrenzt werden. Ansprüche stellt die ‚Köstliche aus Charneu‘ nur wenige, sie ist robust und geeignet für normale Gartenböden. Sie eignet sich gut für den Anbau auf Obstwiesen.

Die Streuobstsorte 2015 befindet sich als Motiv auf dem „Obstbecher 2015“ – einem echten Sammlerstück (Preis 15,– €). Der „Obstbecher 2015“ wurde in limitierter Auflage – 500 Stück – von Villeroy & Boch speziell für den Verband der Gartenbau-vereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. hergestellt. Er ist Nummer 13 der Obstbecherserie.

Die „Obstbecher“ können beim Verband (unter Shop) bezogen werden.

 

Wenn ich wüsste,
dass morgen die Welt unterginge,
pflanzte ich doch heute noch einen Apfelbaum.

Streuobstsorte des Jahres

In den zweihundert Jahren bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen der Feldobstbau und die damit verbundene Sortenvielfalt einen großen Aufschwung. Eine Fülle von Obstsorten entstand. Dann aber nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Obstwiesen zugunsten der besser zu bewirtschaftenden Niederstammanlagen ab. Folge war ein drastischer Rückgang der landschaftsprägenden Streuobstwiesen. Wodurch natürlich auch zahlreiche Obstsorten unwiederbringlich verloren gingen oder auch stark gefährdet sind. Mit diesen Obstsorten geht ein bedeutendes Kulturgut mehr und mehr verloren.

Der Verband der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. widmet sich der Erhaltung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen und setzt sich für die Erhaltung alter Obstsorten ein. Eigens zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis gegründet. Mitglieder sind die Fachberater für Obst- und Gartenbau Michael Keller, Landkreis St. Wendel, Harry Lavall, Saarpfalz-Kreis, Karl-Heinz Schmitt, Landkreis Merzig-Wadern und Robert Weber, Regionalverband Saarbrücken. Weitere Mitglieder sind Josef Jacoby, Obstbau und Obstbauberatung in Mettlach-Tünsdorf, Herbert Ritthaler, Baumschuler in Hütschenhausen sowie Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine.

Das Sortenerhaltungskonzept des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. beinhaltet neben vielen weiteren Maßnahmen und Projekten, jedes Jahr die Auslobung einer Obstsorte als „Streuobstsorte des Jahres“. Für das Jahr 2015 wurde die sowohl zum Frischverzehr als auch zur Verwertung geeignete Herbstbirne ‚Köstliche aus Charneu’ ausgewählt.

Diese Obstsorte, wie auch andere, die in unserer Region gefährdet sind, lohnt es zu erhalten.

Streuobstsorte des Jahres im Überblick

2015‚Köstliche aus Charneu‘Tafel- und Wirtschaftsbirne
2014‚Goldparmäne‘Tafelapfel
2013‚Weißer Trierer Weinapfel‘Wirtschaftsapfel
2012‚Hauszwetsche‘Zwetsche
2011‚Kaiser Wilhelm‘Tafel- und Wirtschaftsapfel
2010‚Luxemburger Renette‘Tafel- und Wirtschaftsapfel
2009‚Trockener Martin‘Wirtschaftsbirne
2008‚Spanisch Braune‘Kirsche
2007‚Harberts Renette‘Tafel- und Wirtschaftsapfel
2006‚Doppelte Philippsbirne‘Tafel- und Wirtschaftbirne
2005‚Metzer Mirabelle‘Mirabelle
2004‚Gelber Edelapfel‘Küchen- und Tafelapfel
2003‚Gute Graue‘Tafel- und Wirtschaftsbirne
2002‚Roter Bellefleur‘Tafel- und Wirtschaftsapfel
2001‚Großer Rheinischer Bohnapfel‘Wirtschaftsapfel
2000‚Rote Sternrenette‘Tafel- und Wirtschaftsapfel

Pfalz

Pfälzer Obstbaum des Jahres 2015 – Süßkirsche „Frühe Rote Meckenheimer“

Frühe Rote Meckenheimer – Pfälzer Obstbaum des Jahres 2015

Mit der „Frühen Roten Meckenheimer“ wurde vom „Arbeitskreis Historische Obstsorten Pfalz-Elsass-Kurpfalz“ eine weitere Süßkirschsorte zum Pfälzer Obstbaum des Jahres 2015 gewählt (nach Lambsheimer Kurzstiel 2003 und Haumüller 2008).

Die auch als „Frühe Meckenheimer“ oder oft einfach nur als „Meckenheimer“ bezeichnete, überregional bekannte Kirschsorte hat ihren Ursprung im vorderpfälzischen Meckenheim, wo sie um 1907 wohl als Zufallssämling gefunden wurde. Zwischen 1930 bis 1950 hieß sie „Mayers Rote Herzkirsche“ oder „Frühe Rote Herzkirsche“, bis sich ab etwa 1960 der heutige offizielle Name durchsetzte. Nach dem 2. Weltkrieg fand die großfrüchtige und wohlschmeckende Sorte zunehmend sogar bundesweite Beachtung. In den 1960er und wohl teilweise noch bis Ende der 1970er Jahre war die „Frühe Rote Meckenheimer“ eine der wichtigsten frühen Herzkirschen im westdeutschen Erwerbsanbau, die sich durch große, attraktiv aussehende und wohlschmeckende Früchte mit guter Platzfestigkeit und guten Anbaueigenschaften auszeichnete. Erst ab etwa 1980 wurde sie durch andere festfleischigere und transportfähigere Frühsorten, wie z.B. „Burlat“ und „Souvenir des Charmes“ verdrängt.

Mehr dazu in der

Sortenbeschreibung Frühe Rote Meckenheimer (PDF 326 KB)

 

Pfälzer Obstsorten des Jahres

2015 Frühe Rote Meckenheimer Süßkirsche

2014 Roter Augustiner Apfel

2013 Dürkheimer Krachmandel Süssmandel

2012 Offenbacher Rote Birne

2011 Weinling Apfel

2010 Weinröschen Apfel

2009 Freinsheimer Taffetapfel

2008 Haumüller Süßkirsche

2007 Frankelbacher Mostbirne

2006 Grasblümchen Apfel

2005 Birne Veldenzer

2004 Herrgottsapfel

2003 Lambsheimer Kurzstielkirsche

2002 Seitersbirne

2001 Kandeler Zuckerzwetschge

2000 Heimeldinger Apfel

Sachsen

Sächsische Obstsorte des Jahres 2016 ist die „Gelbe Sächsische Renette“.

Mehr dazu in der

Sortenbeschreibung Gelbe Sächsische Renette (PDF 1,7 MB) oder in der

Beschreibung im Jahresheft 2016 (PDF 139 KB)

Für das Jahr 2017 wurde der „Safranapfel“ gekürt.

Sortenbeschreibung Safranapfel (PDF 1,9 MB)